| Später wurde in England und besonders in Schottland
diese Musik beliebt, und auf Dorffesten war der Dudelsack nicht mehr
wegzudenken. Die Iren waren besonders faul ständig zu blasen und fügten
dem Instrument noch einen Blasebalg hinzu. In den schottischen Highlands
wurde diese schrille Musik bei den vielen kriegerischen Kämpfen der
verschiedenen Clans gebraucht, denn jeder Clan hatte eine bestimmte
Melodie, und so wußte man gleich, wo der Feind war. Nach der Schlacht
von Culloden im Jahre 1746 wurden die Schotten unter Führung von "Bonni
Prince Charlie" vernichtend geschlagen und danach war das Dudelsackspielen
mit hoher Strafe verboten, und sogar der Kilt durfte nicht mehr getragen
werden. Aber nach ungefähr 30 Jahren war alles vorbei. Es wurden Highland
Bataillone aufgestellt und mit der Britischen Armee vereint. In vielen
Kriegen der Engländer marschierten Dudelsackspieler voran, und viele
Lieder zeugen noch heute von der Tapferkeit der Schotten. In fast allen
Ländern der Welt gibt es Kapellen, ob in Hongkong oder Abu Dhabi, und
fast jedes Wochenende treten viele Kapellen oder Solopiper in einem
Wettkampf gegeneinander an. Und wenn die Nacht hereinbricht und die
Sieger ermittelt sind, spielen und singen alle gemeinsam das wehmütige
Lied "Auld lang Syne". |
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