Ein klein wenig Geschichte

Eines der ältesten Blasinstrumente ist die Sackpfeife. Im alten Ägypten schnitzten sich die Hirten aus Bambusrohr eine Pfeife und versuchten mehr oder weniger schöne Töne darauf zu blasen. Damit sie es noch einfacher hatten, fügten sie noch ein Mundstück, einen Balg aus Ziegenleder und noch ein oder drei Bambusrohre dazu. Und fertig war der Dudelsack - oder wie der Schotte sagt: "The Bag-Pipe". Aber auch in anderen Ländern hatte man Langeweile. Aber auch in anderen Ländern, wie im alten Griechenland, in Italien, Frankreich, Rumänien, Ungarn, Türkei und sogar in China war das Instrument beliebt und es wurde tüchtig geblasen. (c) photodisc
Später wurde in England und besonders in Schottland diese Musik beliebt, und auf Dorffesten war der Dudelsack nicht mehr wegzudenken. Die Iren waren besonders faul ständig zu blasen und fügten dem Instrument noch einen Blasebalg hinzu. In den schottischen Highlands wurde diese schrille Musik bei den vielen kriegerischen Kämpfen der verschiedenen Clans gebraucht, denn jeder Clan hatte eine bestimmte Melodie, und so wußte man gleich, wo der Feind war. Nach der Schlacht von Culloden im Jahre 1746 wurden die Schotten unter Führung von "Bonni Prince Charlie" vernichtend geschlagen und danach war das Dudelsackspielen mit hoher Strafe verboten, und sogar der Kilt durfte nicht mehr getragen werden. Aber nach ungefähr 30 Jahren war alles vorbei. Es wurden Highland Bataillone aufgestellt und mit der Britischen Armee vereint. In vielen Kriegen der Engländer marschierten Dudelsackspieler voran, und viele Lieder zeugen noch heute von der Tapferkeit der Schotten. In fast allen Ländern der Welt gibt es Kapellen, ob in Hongkong oder Abu Dhabi, und fast jedes Wochenende treten viele Kapellen oder Solopiper in einem Wettkampf gegeneinander an. Und wenn die Nacht hereinbricht und die Sieger ermittelt sind, spielen und singen alle gemeinsam das wehmütige Lied "Auld lang Syne". (c) photodisc